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Aktueller Preisträger

Otto-Warburg-Medaille für Emmanuelle Charpentier

Die 48. Otto-Warburg-Medaille erhielt Prof. Emmanuelle Charpentier. Die Direktorin am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin wurde am 1. April 2016 mit dem renommierten Wissenschaftspreis ausgezeichnet.

Damit ehren die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) und ihre Partner Elsevier und Biochimica et Biophysica Acta (BBA) die Wissenschaftlerin für ihre Entwicklung einer Methode, mit der sich fehlerhafte DNA-Sequenzen korrigieren lassen.

Die Entdeckung der Wissenschaftlerin ist ein Meilenstein für die Molekularbiologie und wird das Leben vieler Menschen nachhaltig positiv beeinflussen: Emmanuelle Charpentiers Erkenntnisse können dabei helfen, Erbkrankheiten oder chronische Krankheiten wie Aids oder Krebs besser zu behandeln. So konnte sie nachweisen, dass Bakterien dank einer Art „molekularer Schere“ in der Lage sind, eingeschleustes fremdes Erbgut wieder herauszuschneiden. Diesen Mechanismus entwickelte Emmanuel Charpentier zu einem molekularbiologischen Werkzeug, das für neue Behandlungsmöglichkeiten schwerwiegender menschlicher Krankheiten dient.

„Wir freuen uns sehr, eine so bedeutende Wissenschaftlerin mit der Otto-Warburg-Medaille auszeichnen zu dürfen“, so Prof. Johannes Buchner, Präsident der GBM. „Die Erkenntnisse Emmanuelle Charpentiers unterstreichen, wie wichtig die Grundlagenforschung ist. Durch sie wurde es erst möglich, neue Konzepte für das genome editing zu entwickeln. Von dieser Technologie profitiert nun die Wissenschaft und es sind in Zukunft auch medizinische Anwendungen denkbar.“